Wenn Paganini auf Ysaÿe trifft: Die Geigen der Teufel
Wenn Paganini auf Ysaÿe trifft: Die Geigen der Teufel
Die internationale Ausstellung „Wenn Paganini auf Ysaÿe trifft: Die Geigen der Teufel“, die vom 16. Oktober 2026 bis zum 7. März 2027 im Grand Curtius zu sehen ist, zeichnet das außergewöhnliche Erbe von Niccolò Paganini (1782 Genua – 1840 Nizza) und seinen Einfluss auf die Lütticher Geigenschule nach. Anhand von eigenhändigen Manuskripten, historischen Instrumenten, Partituren, bisher unveröffentlichten Archivmaterialien und außergewöhnlichen Erinnerungsstücken zeigt sie, wie das Genie des Meisters aus Genua mehrere Generationen von Musikern aus Lüttich und ganz Europa tief geprägt hat.
Die Ausstellung
Die Ausstellung vereint bemerkenswerte Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Italien und Belgien. Darunter befinden sich Niccolò Paganinis persönliche Gitarre, autographe Manuskripte von großer Bedeutung sowie wertvolle Zeugnisse seiner Tätigkeit als Komponist, Virtuose und Pädagoge. Diese prestigeträchtigen Exponate ermöglichen es, der historischen Realität eines Künstlers, der zur Legende wurde, ganz nah zu kommen. Von Paganini bis zu seinem einzigen anerkannten Schüler Camillo Sivori, von Henry Vieuxtemps bis zu Eugène Ysaÿe, von François Prume bis zu César Thomson zeichnet sich eine künstlerische Tradition ab, für die Lüttich eines der bedeutendsten Zentren darstellt.
Außerdem präsentiert die Ausstellung eine seltene Sammlung von vierzehn historischen Bögen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese Meisterwerke, die unter anderem von Pierre Tourte, François-Xavier Tourte, Léonard Tourte, John Dodd, Louis-Simon Pajeot, François-Jude Gaulard und Nicolas-Joseph Harmand signiert sind, veranschaulichen die Innovationen, die die Entstehung der modernen Virtuosität ermöglicht haben, und setzen den Dialog zwischen Instrument, Interpret und musikalischem Schaffen fort.
Die Präsentation historischer und zeitgenössischer Instrumente, die insbesondere aus dem Internationalen Streichquartettwettbewerb von Lüttich, dem Cordoneum – Schule und Museum für Geigenbau, dem Musée Grétry sowie aus Privatsammlungen stammen, unterstreicht zudem die wesentliche Rolle des Geigenbaus in der Geschichte der europäischen Musik.
Diese Ausstellung, die im Grand Curtius unter der Schirmherrschaft der Stadt Lüttich – einer von der UNESCO anerkannten „Kreativen Stadt der Musik“ und Mitglied des Netzwerks „Route Européenne Paganini“ sowie der „Kulturwege des Europarats“ – organisiert wird, unterstreicht den Stellenwert Lüttichs als eines der großen europäischen Zentren der Musikkultur. Zwischen Virtuosität, Weitergabe und Innovation beleuchtet diese Veranstaltung eines der faszinierendsten Abenteuer der europäischen Musikgeschichte. Sie lädt den Besucher zu einer einzigartigen Reise ins Herz des europäischen Geigenwesens ein, von Genua bis Lüttich, von Paganini bis Ysaÿe.
Patrick Dheur, Kurator der Ausstellung
Partner
Eine Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern realisiert wurde, die durch die Leihgabe von Werken und ihre Unterstützung die Verwirklichung dieses Kulturprojekts ermöglicht haben.
Veranstaltungskalender
Während der gesamten Ausstellungsdauer wird ein Programm mit Konzerten, Führungen, Veranstaltungen und Begleitaktivitäten für alle Zielgruppen, für Jung und Alt, angeboten.
Praktische Informationen
- Ausstellung „Wenn Paganini auf Ysaÿe trifft: Die Geigen der Teufel“
- Vom 16. Oktober 2026 bis zum 7. März 2027
- Montag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr – dienstags sowie am 1.11., 2.11., 25.12., 1.1. und 1.5. geschlossen.
- Musée Grand Curtius – Féronstrée 136 – 4000 Lüttich
- Eintrittspreise: in Kürze online
Bildnachweis: Stadt Lüttich – Grand Curtius