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Raoul UBAC-Retrospektive

Mit mehr als 120 Werken aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus Belgien und Europa vereint die Retrospektive in Lüttich die verschiedenen Facetten des Talents von Raoul Ubac – von den ersten surrealistisch inspirierten Fotografien bis zum letzten behauenen Stein, der nach dem Tod des Künstlers 1985 unvollendet blieb.

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Christian Otte

„Lange Zeit drückte meine Malerei meine verzerrte Beziehung zum menschlichen Wesen aus – dieser Kreatur, die in ihrem Verhalten und ihren Wünschen ebenso hassens- wie bewundernswert, abstoßend wie attraktiv, furchtbar wie entzückend ist. [...] Der Mensch und seine Darstellung ermüdeten mich und so entstand in mir eine Zärtlichkeit für die Kuh.

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José Fosty Geheime Zeichnungen aus dem Lager Buchenwald

José Fosty wurde 1919 in Dalhem geboren und wollte eine Karriere als Künstler einschlagen. Mit 19 Jahren wurde er jedoch eingezogen. Er wurde verwundet und nach Paris evakuiert. Bei der Kapitulation Belgiens kehrte er nach Brüssel zurück und schloss sich dem Informations- und Aktionsdienst der Résistance – genannt „Braverie“ – an.

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JUDAÏCA & HEBRAÏCA

Die meisten Stücke, die vom 8. Juni bis zum 20. August 2012 im Grand Curtius in Lüttich ausgestellt werden, stammen aus der persönlichen Sammlung von Isy Halpern. Als Antiquitätenhändler aus Lüttich und Geschichtsliebhaber ist er seit mehr als dreißig Jahren auf der Suche nach Objekten. Getrieben von seiner Leidenschaft für die jüdische Geschichte, hat er sich eine umfassende Sammlung von Gegenständen aufgebaut. Diese erinnert in ihrer Vielfalt und durch ihre unterschiedliche Herkunft sehr gut an die großen Momente des Judentums, an seine Blütezeit und an sein schweres Schicksal.

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Luis Salazar

Luis Salazar ist sicherlich DER Lütticher Maler der Formen und Farben. Er bleibt immer denselben ästhetischen Optionen treu und konnte so eine einzigartige und unter Tausenden herausstechende Bildsprache umsetzen.

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Lüttich – Fügsame Stadt?

Lüttich, 1930er-Jahre. Joseph und Chaia Wygocki, welche nicht aus Auschwitz zurückkehrten. © Samml. Sophie Kornowski, Fonds Dannes-Camiers. Vor etwa zehn Jahren setzten sich die Kinder und Enkelkinder der Juden, die damals aus der Region Lüttich in die Lager in Nordfrankreich deportiert wurden, das Ziel, die Erinnerung an diese Zeit der Tragödie wachzuhalten.

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Beweisfotos – Fotografie und Polizei

Sowohl die Polizei als auch die Fotografie haben Gesetzeskraft: die eine durch ihre Vorrechte in Bezug auf die Ordnung, die andere durch ihre Technik und ihre Aussagekraft. So ist es nicht verwunderlich, dass beide aufeinander trafen und dass die Ermittlungsarbeit in Fotos schnell ein wertvolles Werkzeug zur Festlegung von Fakten und zur Beweissicherung erkannte.